Dorfheilige mit Motterirat 2017

Wir wollen sein ein einig Volk von Motteris,
und keine Not soll trennen uns von diesem Ziel.
Wir wollen so tun, wie’s eben halt sein sollte:
Fasnacht im Grind und auch mottern viel!

So wünschen wir vom Motterirat euch allen eine rüüdig tolle Fasnacht!

Geschichte des Motterirates

In den Siebziger-Jahren verschwanden in Malters zusehends die Maskenbälle, die kostümierte Strassenfasnacht der Kinder wurde immer seltener. 1976 nahmen einige „Vormotterer“ das Heft in die Hand. Robi Thürig, Ruedi Isenschmid und Paul Schüpfer brachten das „Sündenregister“ einiger MalterserInnen auf Zeitungspapier, die Fasnachtszeitung „de Mauteser Motteri“ war geboren. Ein Jahr später, an der alten Fasnacht 1977 war es so weit: Aus dem Zeitungsteam entstand der Motterirat. Sieben Männer in dunklen Kutten die roten Zeilen oben gelobten!

Nach dem gelungenen Kinderumzug 1978 waren die Mauterser Motteris nicht mehr zu bändigen. Der Kreis der Fasnächtler vergrösserte sich. Bereits ein Jahr später entstand ein grosser Umzug mit vielen Dorfvereinen, sowie sieben Guuggenmusigen der näheren Umgebung, die im Umzug den Ton angaben.

Nicht nur Fasnacht im Grind…

Gemäss den Satzungen aber haben die Motteris sich auch andern Traditionen verschrieben, nehmen ausserfasnächtliche Aufgaben an die Hand. Zu erwähnen sind u.a. das grosse Gratislotto am Martinstag im Alterswohnheim Bodenmatt, die Teilname an der Chilbi, an Jubiläumsumzügen und vielen weiteren Veranstaltungen.

 Was ist ein Motteri.

Mit der 1976 geborenen Fasnachtszeitung sollte dem „guten, braven und freinen Motteri“ wenigstens an der Fasnacht ein Spiegel vors Gesicht gehalten werden. Dem Wesen nach besitzt der Motteri trotz seines manchmal rappelsüchtigen Benehmens eine gehörige Portion Gutartigkeit und Humor, genau so wie der landläufige Typ von Luzernern und insbesondere Maltersern.

Gefunden wurde der „Motteri„ in der Luzerner Schriftenreihe „Luzern im Wandel der Zeiten“  - Luzerner Typen in der Mundart, Heft 20 / 1965 von Hans Kurmann.